Eigenes Projekt zur Tabakrauchbelastung
Aufgrund der speziellen räumlichen Bedingungen und der eventuell hohen Belegung mit Rauchenden ist in öffentlich zugänglichen Einrichtungen, insbesondere in Diskotheken und Gaststätten, mit einer sehr hohen Raumluftbelastung zu rechnen. Einige Studien haben bisher einzelne Parameter des Tabakrauchs bestimmt, insbesondere die üblichen flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), das Nikotin und andere tabaktypische Substanzen (z.B. aus der Gruppe der Aldehyde) [ARB 1998, Gordon et al. 2002, Hyvärinen et al. 2000, Moshammer et al. 2004, Brunnemann et al. 1990, Löfroth et al. 1989].
In einer finnischen Studie zur Tabakrauchbelastung in
verschiedenen Gaststätten wurden mittlere Gesamtgehalte an VOC von
2215 µg/m³ ermittelt. Auch in Bars mit 5-13 Rauchern wurden
Benzolgehalte zwischen 26 und 36 µg/m³
gemessen. In einem Testraum, in dem 5 Zigaretten geraucht wurden, wurden 7,4 bzw. 208 µg/m³
Benzol nachgewiesen. In einer anderen Untersuchung in zwei englischen Tavernen
wurden Benzolkonzentrationen von 21 bzw. 26 µg/m³
gefunden.
Die vorgenannten Gehalte einer bekanntermaßen krebserzeugenden Substanz
liegen deutlich über den sonst in Innenräumen zu findenden Belastungsniveau
und belegen die Notwendigkeit, den Nichtraucherschutz für diese Bereiche zu
verbessern. Insbesondere Kinder müssen als sensible Bevölkerungsgruppe
betrachtet werden, in deren Nähe jede Tabakrauchexposition unterlassen werden
sollte. Auch Untersuchungen aus Bayern belegen, dass bei 6- bis 7-jährigen
Kindern rauchender Eltern deutlich höhere Abbauprodukte des Nikotins im Urin
gefunden werden können [Scherer et al. 2004
Der TRK-Wert für Benzol liegt bei 3,2mg/m³ . Das sind 3200 µg/m³. Was soll die ganze Hysterie, wenn selbst der o.g. Extremversuch nur ein fünfzehntel des TRK-Wertes erbrachte und andere Messwerte für Benzol weniger als 1% des zulässigen Wertes erreichten! Wobei die TRK-Werte mit allergrösster Vorsicht angelegt sind und von einer Dauerexposition am Arbeitsplatz ausgehen.
